Autor & Journalist

Buchtipp:

Ein bisschen Glück zum Osterfest

Haben Sie es noch im Ohr: „Ich will keine Schokolade…“?
Trude Herr sang es ins Mikrofon. Nicht gerade ein Song für süße Ostereier. Ihr „Schoki“ sollte ein Mann sein. Ob der auch das Glückshormon Serotonin erzeugt? Risiken und Nebenwirkungen lauern überall. Darüber erfährt man mehr in Peter Jägers Roman „Die Sehnsucht des Puppenspielers“. Achtzehn Jahre Unterschied zwischen der jungen Kita-Erzieherin und dem unwiderstehlichen Puppenspieler. Hier treffen lustiges Kasperle-Theater für Kinder und Kasperkram hinter den Kulissen aufeinander.
„Man hat das Gefühl, das alles wirklich vor sich zu sehen“, urteilte eine Leserin in ihrer Rezension und gab dem Buch fünf Sterne. Das ist besser als fünf Zentimeter als „Hüftgold“. Die Glücksgefühle entstehen beim Lesen eher im Kopf, wecken Erinnerungen, lassen uns schmunzeln, fordern zu eigenen Standpunkten heraus. Die Novelle über Kinderspaß und Lebensträume eignet sich als „eckiges Osterei“ für das erwachsenere Osternest, kalorienfrei und unterhaltend.



Buchtipps zum Valentinstag:

„Die Liebe höret nimmer auf“

Bischof Valentinus von Terni wurde von den Verliebten verehrt, weil er sie auch dann traute, wenn ihnen die Ehe nicht gestattet war. Den 14. Februar nahmen sie, weil dies schon im Römischen Reich der Ehrentag der Juno war, der Göttin für Geburt, Ehe und Fürsorge. Und Apostel Paulus predigte bereits den Korinthern „Die Liebe höret nimmer auf“. Das geschieht bekanntlich nicht von allein – kleine Geschenke erhalten die Freundschaft und ebenso die Liebe. Und in jedem Lebensalter.

Das ist es, woran der Quickborner Autor Peter Jäger erinnern möchte. Er schrieb zwei Bücher, die von der Liebe im reiferen Alter handeln. In einem erzählt er die Geschichte von Henriette, die mit Ole den „Herbst des Lebens“ zum „zweiten Frühling“ macht. „Herzklopfen im Herbst“ beweist in flott geschriebenen Episoden, dass das Leben zu Zweit richtig liebenswert sein kann.

„Die Sehnsucht des Puppenspielers“ stellt eine liebevolle Verbindung zwischen „Alt und Jung“ her. Die junge Kita-Erzieherin Lilo hat sich in den Puppenspieler Michael verliebt, der den Kita-Kindern mit seiner Kasperbude erklärt, wie das Leben so spielt und dass das Gute letztlich siegt. Er ist achtzehn Jahre älter als Lilo, was ihre Kolleginnen überhaupt nicht angemessen empfinden. Daraus wird dann ein bisschen „Kaspertheater“ hinter den Kulissen.

Beides ist vergnüglicher Lesestoff zu jedem Tag der Liebe (will sagen: auch nach Valentinstag). Die Taschenbücher erschienen im Kadera-Verlag (www.kadera.de) und sind im Buchhandel zu haben: „Herzklopfen im Herbst“, ISBN 978-3-948218-10-2, 12,- Euro; „Die Sehnsucht des Puppenspielers“, ISBN 978-3-948218-18-8, 14 Euro.